Agentur Kou Partner: Paul Schrader

VERNITY

6. Mai 2017

14:00 – 19:00 Uhr

 

Am 6. Mai öffnet das Studio Paul Schrader seine Türen und der Altonaer Kaispeicher verwandelt sich in einen White Cube zur erstmals größten und umfangreichsten Präsentation von Paul Schrader. Neben ganz neuen Arbeiten, wie »Pont Neuf« und »0,5 PS 4/17« werden auch einige frühe Werke gezeigt, darunter »Lipstick«. Die Zusammenstellung von Leihgaben aus Privatsammlungen und neuen Werken des Künstlers skizziert eine Entwicklung im Werk Schraders: Von seinen appropriativen Werken bei denen er sich der »Abstract Paintings« Richters bedient, sie ihrer historischen Bedeutung entleert und durch das Malutensil Kreditkarte, als lebenswichtiges Utensil des 21. Jahrhunderts, den Kunstmarkt karikiert, hin zu Werken namens »4 PS 5/17«. Wie »non-finito« haften die bunten Acrylflecken auf der dispersen weiß grundierten Leinwand. Pablo Picassos Idee des »non-finito« entwickelte sich in seinem Spätwerk. Der unvollständige Farbauftrag, die offenen Konturen seiner Figuren, die blasse Grundierung der Leinwand: diese Leerstellen eröffnen Gedankenspielräume für den Betrachter. Bei Paul Schrader ist die figurative Malerei ganz ins Abstrakte verkehrt und dennoch gibt es Leerstellen: Farbtupfer, die wie verblasste einsame Blumen auf einer Leinwand haften. Der schwunghafte Farbauftrag bei Bildern wie »1 PS 3/17« und »1 PS 6/17« lässt die »A Deluge« Zeichnungen Da Vincis assoziieren und holt sie kraft Farbe und Größe in das 21. Jahrhundert. So bemerkte Thomas Crow in seinem berühmten Essay »Unwritten Histories of Conceptual Art« zu recht: »Beinahe jedes ernst zu nehmende zeitgenössische Kunstwerk rekapituliert auf einer impliziten oder expliziten Ebene die historische Sequenz der Objekte, zu denen es gehört«.

Für Schrader geht es bei seiner Kunst weniger um die theoretische Bedeutung, als viel mehr um die visuelle Kraft der Bilder, die uns in einer völlig reizüberfluteten Gesellschaft einen Moment der Ruhe geben:

 

»Meine Bilder haben nicht den Anspruch Wahrheiten zu erzählen, sondern uns zu beschäftigen und zu berühren. Das können Formen und Farben sehr gut. Durch die Komposition der Farben auf der Leinwand entsteht ein Gefühl, eine Beziehung zwischen Betrachter und Kunstwerk, losgelöst von Theorien und Wahrheiten.«

 


Wenn Ihr eine Einladung zur Vernissage erhalten möchtet, könnt Ihr uns gerne eine Email schreiben. Der Einlass erfolgt nur mit Akkreditierung!

 

Paul Schrader Vernissage "VERNITY" 

am

 

6. Mai 2017
14:00 - 19:00 Uhr

Altonaer Kaispeicher - Große Elbstraße 279, Hamburg

 

RSVP

katharina@agenturkou.de

marie@agenturkou.de

 

 


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